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Klemm 20

Die Klemm 20, die ihre Premiere 1924 unter dem Namen Daimler L20 feierte, ist ein von Hanns Klemm entworfenes leichtes zweisitziges Sport und Trainingsflugzeug. Klemm beschritt damit nach dem ersten Weltkrieg vollständig neue Wege indem er ein Flugzeug konstruierte welches wirtschaftlich zu betreiben sein sollte und für den rein zivilen Nutzen gedacht war.
 
Die Daimler L 20 entstand zwischen 1923 und 1924 als Tiefdecker in Holzbauweise mit eckigem Rumpfquerschnitt und Stoffbespannung. Die Tragflächen und die Höhenruder konnten für den Straßentransport angeklappt werden.
Für den Entwurf des passenden Motors konnte Hanns Klemm Ferdinand Porsche gewinnen, der zu dieser Zeit für die Daimler-Motoren-Gesellschaft arbeitete. Als Antrieb wurde ein luftgekühlter Zweizylinder-Boxermotor mit 16 kW Leistung entwickelt, der über ein Planetengetriebe mit einer Untersetzung von 1:3 den Propeller antrieb.
Die angestrebte Wirtschaftlichkeit der Klemm 20 ließ sich somit über das geringe Leergewicht des Flugzeuges von lediglich 270kg (weniger als alleine der Motor der Hansa Brandenburg) sowie die dadurch mögliche niedrige Leistung und den sparsamen Verbrauch des Mercedes F7502 Motors erzielen. Bei einem Hubraum von 884 ccm lag der Verbrauch bei ca. 7l /h.
Die Klemm 20 wurde, so wie die Hansa Brandenburg, im Auftrag des Museums Fahrt(t)raum gebaut. Die Recherche Arbeiten gestalteten sich als äußerst diffizil, da es zu diesem Flugzeug keine originalen Pläne gibt und auch nur mehr drei mehr oder weniger vollständige und auch schwer zugängliche Exemplare des Flugzeuges weltweit existieren.
Als Antrieb wird ein originaler Motor Mercedes Typ F7502 eingesetzt. Unter der Bauaufsicht der Austrocontrol G.m.b.H wird nach Erstellung des erforderlichen Planmaterials und dem darauffolgenden Bau des Flugzeuges die Flugerprobung sowie die Flugzeugzulassung als „Experimental“ von Craftlab durchgeführt.